Gebühren & Kosten

Die Beziehung zu einem Rechtsanwalt sollte von Vertrauen, Ehrlichkeit und Verlässlichkeit geprägt sein. Ein guter Beginn dafür sind von anwalt-licher Seite offene Worte über die Kosten der anwaltlichen Tätigkeit. Obwohl uns Transparenz wichtig ist, kann ich Ihnen im Folgenden nur eine erste Orientierung bieten, denn Rechtsanwälten ist es nicht gestattet, auf Grundlage einer einseitig festgelegten, pauschalen Preisliste zu arbeiten. Eine auf Ihren konkreten Einzelfall bezogene, möglichst genaue Kostenprognose ist jedoch selbstverständlicher Teil meiner anwalt-lichen Beratung.



Kostenlose Voranfrage

Wenn Sie darüber nachdenken, michs zu beauftragen, wollen Sie wissen, welche Kosten auf Sie zukommen. Darüber können wir vorab sprechen, ohne dass Sie sich in irgendeiner Weise verpflichten. Allgemeine Voranfragen („Fällt dieser Fall in Ihre Tätigkeitsbereiche?“) sowie Kostenanfragen („Mit Kosten in welcher Höhe müssten wir rechnen?“) beantworte ich Ihnen gern, ohne dass Gebühren anfallen. Sie können sich dazu telefonisch oder – bevorzugt – per E-Mail oder über meine Kontaktseite an mich wenden. Konkrete rechtliche Auskünfte zu Ihrem Anliegen sind dagegen nicht Bestandteil einer kostenlosen Voranfrage.


Anwaltliche Erstberatung

Sie wissen noch nicht, ob Ihr Anliegen beim Rechtsanwalt richtig aufgehoben ist oder ob Handlungsbedarf besteht? Oder Sie benötigen zunächst nur eine grundsätzliche Einschätzung in Bezug auf die Rechtslage? In den genannten Fällen können Sie eine anwaltliche Erstberatung in Anspruch nehmen. Mit der Erstberatung gebe ich Ihnen eine Entscheidungsgrundlage dafür, ob Sie die Sache weiterverfolgen sollten oder nicht und beantworten konkrete Fragen. Von der Erstberatung erfasst ist entweder ein persönlicher Termin in meinen Kanzleiräumen oder eine Beantwortung Ihrer Frage(n) per E-Mail bzw. im Rahmen eines Telefonats von üblicherweise bis zu 30 Minuten Dauer. Nicht umfasst sind die Prüfung umfangreicherer Unterlagen, die Vertretung Ihrer Interessen gegenüber Dritten, das Erstellen anwaltlicher Schreiben oder Schriftsätze sowie Folgeberatungen.

Ich erhalte üblicherweise täglich Anfragen von Menschen, die meine anwaltliche Unterstützung suchen. Häufig schildern sie ein bestimmtes Problem und fragen nach den grundsätzlich möglichen Vorgehensweisen; mitunter zielt das Interesse aber auch auf die Beantwortung ganz konkreter Fragestellungen.

Die hohe Nachfrage nach meinen anwaltlichen Beratungsleistungen freut mich sehr, da sie zeigt, dass Rechtsuchende bereit sind, michs in ihrer Angelegenheit hinzuzuziehen und darauf vertrauen, bei mir gut beraten zu werden.

Ich möchten Sie jedoch bitten zu beachten, dass auch eine Erstberatung nicht kostenfrei erfolgen kann. Sie bindet Arbeitszeit, auf deren Vergütung ich aus wirtschaftlichen Gründen angewiesen bin, und erfordert – schon durch die Notwendigkeit des Anlegens einer Akte – einen nicht unerheblichen Verwaltungsaufwand. Gerne gebe ich Ihnen im Rahmen eines Telefongesprächs oder per E-Mail eine erste Einschätzung oder Auskünfte darüber, ob die Weiterverfolgung der Angelegenheit sinnvoll erscheint und welche Maßnahmen in der jeweiligen Situation ggf. ergriffen werden können. Gleichwohl bitte ich um Verständnis, dass ich keine öffentliche Auskunft, sondern eine nach wirtschaftlichen Grundsätzen arbeitende Rechtsanwaltskanzlei betreibe. Für eine Erstberatung berechnen ich daher grundsätzlich ein Honorar, dessen genaue Höhe von dem Rechtsgebiet, dem erforderlichen Zeitaufwand und der Komplexität der Materie abhängt. Für Verbraucher existiert eine feste Obergrenze – sie bezahlen im Höchstfall 190,- Euro zzgl. Umsatzsteuer. Die Erstberatungsgebühr liegt in meiner Kanzlei üblicherweise für Verbraucher zwischen 120,- und 190,- Euro zzgl. Umsatzsteuer, für Unternehmen zwischen 150,- und 240,- Euro zzgl. Umsatzsteuer.


Honorar nach Vergütungsvereinbarung

Wenn Sie mich mit einer zeitlich umfangreichen und/oder rechtlich komplexen Verteidigung beauftragen, werden ich die Höhe des anwaltlichen Honorars in den meisten Fällen durch den Abschluss einer Vergütungsvereinbarung regeln. Die Kosten werden dann anhand des erforderlichen Aufwandes nach einem zeitabhängigen Honorar ermittelt. Das sorgt für Transparenz: Fast immer kann ich Ihnen den voraussichtlichen Zeitaufwand für Ihren Fall zumindest grob beziffern und damit eine aussagekräftige Kostenprognose geben. Regelmäßige Zwischenabrechnungen tragen ebenfalls zur Kostentransparenz für Sie bei, die Intervalle richten sich nach Ihren Wünschen.

Manche anwaltliche Tätigkeiten müssen allerdings zwingend nach gesetzlichen Vergütungssätzen abgerechnet werden – dann ist ein Zeithonorar nicht möglich. In bestimmten Einzelfällen und nach Absprache erfolgt auch sonst eine Abrechnung nach den gesetzlichen Gebührensätzen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG).

Die gesetzlichen Gebührensätze wende ich deshalb nicht grundsätzlich an, weil sie meiner Erfahrung nach dem tatsächlichen Aufwand häufig nicht gerecht werden, den ein Fall erfordert. Das kann für beide Seiten unbefriedigend sein: Manchmal fallen für einfach erledigte anwaltliche Tätigkeiten hohe Gebühren an, dann wieder werden Aufgaben, die viel Zeit und Aufwand erfordern, nur mit geringen Gebühren entlohnt. Zeithonorare ermöglichen dagegen eine transparente, dem Aufwand angemessene Honorargestaltung.